Mediation

Die Arbeitsgemeinschaft Mediation des Deutschen Anwaltvereins hat eine Mediatorenliste eingerichtet, auf der sich Mediatorinnen und Mediatoren aus dem gesamten Bundesgebiet eingetragen haben. Die Mediatorenliste sowie weitere Informationen zum Thema Mediation finden Sie hier  

 

Golfturnier 2012

Die golfenden Mitglieder unseres Anwaltvereins trafen sich zum diesjährigen Turnier am 14.9.2012 im Golfclub Schloss Myllendonk in Korschenbroich. Trotz durchwachsenem Wetter war die Stimmung ausgezeichnet. Alle Teilnehmer "kämpften" sportlich abseits des Berufsalltages. Mit von der Partie waren auch Herr Richter Göge und Herr Richter Schönauer sowie Herr Notar Dr. Eichmanns.

Sieger des Turniers wurde unser Kollege Volker Horn im Rahmen der Netto-Wertung (für Nichtgolfer: die meisten Punkte unter Berücksichtigung des Golfer-Handicaps). Sieger im Rahmen der Brutto-Wertung (die meisten Punkte unabhängig vom Golfer-Handicap) wurde sein Sohn Dr. Jens Horn, der aus München angereist war. Bei den Spezialwertungen schaffte den weitesten Abschlag (longest drive) ebenfalls Herr Dr. Jens Horn. Demgegenüber gelang es unserem Kollege Eugen Ewald mit einem Abschlag, den Ball am nächsten zur Fahne zu platzieren (nearest to the pin).

Nach dem Spiel gab es noch ein gemütliches Beisammensein im Clubhaus. Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung. Bleibt nur zu hoffen, dass beim nächsten Turnier auch wieder andere Teilnehmer, die dieses Jahr fehlten, mit dabei sind.

Michael Klein, Rechtsanwalt

Wir danken den Organisatoren, den Kollegen
Michael Klein, Volker Quinkert und F. Manfred Koch.

Michael Rost, Rechtsanwalt
Vorsitzender des Anwaltvereins Mönchengladbach e.V.

 

Langjähriger Vorsitzender des Anwaltvereins MG feierlich verabschiedet

Im Rahmen einer Feierstunde ehrte der Anwaltverein Mönchengladbach seinen langjährigen Vorsitzenden F. Manfred Koch. Der Mönchengladbacher Rechtsanwalt hatte den Anwaltverein 20 Jahre lang geleitet und nun nicht wieder für den Vorsitz kandidiert. Der Anwaltverein hatte Vertreter der Stadt, den derzeitigen und die ehemaligen Landgerichtspräsidenten, den Vorsitzenden des Landesverbandes NRW im Deutschen Anwaltverein, Richter, Notare und Rechtsanwälte sowie Personen aus dem Umfeld des Anwaltvereins zu der Verabschiedung eingeladen.

"Wir sind sehr froh, dass es sich nicht um eine Abschiedsfeier im eigentlichen Sinne handelt, da Rechtsanwalt Koch uns nicht als Mitglied verlässt", so der neue Vorsitzende Michael Rost. "Er wird uns weiterhin in beratender Funktion im Vorstand erhalten bleiben. Koch ist zudem weiterhin Vorsitzender Richter am Anwaltsgericht in Düsseldorf und dort auch Geschäftsleitender Vorsitzender."

Rost betonte in seiner Begrüßungsansprache die Spuren, die die 20-jährige Tätigkeit des ehemaligen Vorsitzenden hinterlassen hat. So richtete der Anwaltverein MG unter dem Vorsitz von Koch eine Geschäftsstelle ein, die sich zu einer wichtigen Anlaufstelle für Anwälte und Bürger entwickelt hat. Koch rief die Idee ins Leben, Mitgliederversammlungen in den Räumlichkeiten von Firmen und Instituten, beispielsweise Banken, Autohäusern, produzierenden Unternehmen oder Verbänden abzuhalten. In die Amtszeit von Koch fiel auch das 100-jährige Jubiläum des Mönchengladbacher Anwaltvereins. Im Jubiläumsjahr 2006 organisierte der Verein zahlreiche Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Rechtsthemen und rief einen Tag der Offenen Tür in den Kanzleien und die Aktion "Rechtsanwälte gehen auf die Straße" ins Leben. Als weitere wichtige Punkte während Kochs Amtszeit erwähnte Rost unter anderem die Einrichtung einer Gütestelle, die regelmäßige Unterrichtung der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte durch Rundschreiben sowie die "Juristen-Golfturniere", die seit 2000 regelmäßig stattfinden.

Auch der Landgerichtspräsident Dr. Bernd Scheiff sowie der Vorsitzende des Landesverbandes NRW Dr. Klaus E. Böhm dankten F. Manfred Koch herzlich für sein langjähriges Engagement. Dr. Böhm skizzierte in seiner Rede die breit gefächerten Aufgaben des Anwaltvereins und hob hervor, dass der ehemalige Vorsitzende sich stets auch für die Interessen der Anwälte eingesetzt hat. Dr. Scheiff betonte zudem die sehr gute Zusammenarbeit und den positiven Umgang zwischen Justiz und Anwaltverein.

Im Anschluss übergab Koch offiziell den Schlüssel an den neuen Vorsitzenden Rost und wünschte ihm viel Glück und Erfolg für seine neue Aufgabe.

Im Dezember 2011

 

Anwaltverein nach 20 Jahren mit neuer Spitze

"Nach 20 Jahren muss es gut sein. Meiner gesellschaftlichen Verpflichtung bin ich engagiert nachgekommen und freue mich mit Michael Rost einen guten Nachfolger gefunden zu haben", erklärt F. Manfred Koch seine Entscheidung, nicht wieder für den Vorsitz zu kandidieren.

In großer Harmonie wählten die Mitglieder des Anwaltvereins Mönchengladbach e.V. turnusgemäß ihren neuen Vorstand, der größtenteils der alte ist. Mit dem neuen Vorsitzenden Michael Rost führt erstmals ein Strafverteidiger den Verein. Er war bereits viele Jahre Stellvertreter von Koch und repräsentiert den Mönchengladbacher Anwaltverein als Mitglied im Vorstand des Landesverbandes NRW im Deutschen Anwaltverein. Hier ist er im Augenblick aktiv am Gesetzgebungsverfahren beteiligt, das auf Landesebene die entsprechenden Ausführungsgesetze zum neuen Therapieunterbringungsgesetz entwickelt.

Zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden kandidierte die bisherige Beisitzerin Brigitte Nagel. Ihre Kandidatur bestätigte das Gremium mit ebenso großer Mehrheit wie die Wiederwahlen des Schatzmeisters, Volker Quinkert, und des Schriftführers Michael Klein, sowie der Beisitzerinnen Hildegard Gotzen-Schmitz und Doris Leines. Neu hinzu wählte der Verein Dr. Eckard Voßiek, LL.M. als weiteren Beisitzer.

Auf Einladung der Gladbacher Bank tagten die Rechtsanwälte auf der Bismarckstraße. Eine Veranstaltung – wie der Vorsitzende Michael Rost ausdrücklich betonte – wie sie der alte Vorsitzende bereits vor 20 Jahren ins Leben gerufen hatte: Mitgliederversammlungen nicht mehr steril in irgendwelchen Veranstaltungsräumen sondern im direkten Dialog mit Banken, Autohäusern, Verbänden, Wirtschaft und Industrie in deren Räumlichkeiten. 20 Jahre Anwaltverein unter F. Manfred Koch – so der neue Vorsitzende – bedeutete für den Verein aber auch, Etablierung einer eigenen Geschäftsstelle und damit direkter Ansprechpartner für die Bürger zu sein. Zudem eine besonders frühe Präsenz des Vereins im Internet, regelmäßige Infoblätter und viele attraktive Veranstaltungen für die Bürgerschaft und das nicht nur zum 100jährigen Jubiläum 2006.

Rost betonte, dass sich Rechtsanwalt Koch über den Vorsitz hinaus auf Landesebene engagiere als Geschäftsleitender Vorsitzender des Anwaltsgerichts für den Bezirk der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf, als Prüfer für ausländische Juristen und vieles mehr. Mit großer Freude für den Verein bestätigte Koch dem Gremium, weiterhin aktiv zur Verfügung zu stehen.

Die Geschäftsaufteilung durch die Veränderungen im Vorstand wird der Verein in einer seiner ersten Sitzungen festlegen und dann im Internet veröffentlichen.

Im November 2011

 

Justizministerium NRW befördert Gladbacher Rechtsanwalt

F. Manfred Koch seit 1. Juli 2011 Geschäftsleitender Vorsitzender des Anwaltsgerichts für den Bezirk der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf

Der Mönchengladbacher Jurist F. Manfred Koch, Rechtsanwalt und Sozius in der Kanzlei MBK Rechtsanwälte Dr. Müller • Dr. Boms • Koch ist seit 20 Jahren Mitglied und seit zehn Jahren bereits Vorsitzender Richter des Anwaltsgerichtes Düsseldorf.

Die Berufung zum Geschäftsleitenden Vorsitzenden des Anwaltsgerichts für den Bezirk der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf erfolgte durch das Präsidium des Oberlandesgerichts Düsseldorf für das Landesjustizministerium NRW. Das Anwaltsgericht befasst sich mit Verstößen gegen das anwaltliche Berufsrecht. Es verhängt Strafen bis zum Berufsverbot.

Seit 1998 engagiert sich Koch zudem als Mitglied des Gemeinsamen Prüfungsamtes der Länder Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen zur Abnahme der Eignungsprüfung für die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Der gebürtige Rheydter ist außerdem seit fast 20 Jahren Vorsitzender des Anwaltvereins Mönchengladbach.

Der Mönchengladbacher Anwalt ist seit mehr als 35 Jahren Sozius. Nach dem Jurastudium praktizierte der heute 64-Jährige zunächst ein Jahr lang als Anwalt in Düsseldorf, ehe er 1976 in die renommierte Mönchengladbacher Anwaltskanzlei von Dr. Müller und Dr. Boms eintrat. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehören die Rechtsgebiete Vertrags- und Wettbewerbsrecht mit AGB-Recht, das Handels- und Gesellschaftsrecht, privates Baurecht und das Entsorgungsrecht.

Juli 2011

 

Regen, Sturm Nebel, rutschiges Laub und juristische Fallstricke –
Im Herbst kann es auch aus rechtlicher Sicht ungemütlich werden

Der Herbst kommt mit Regen, Sturm und Nebel und zeigt sich von seiner ungemütlichen Seite. Sollten hierbei auch noch Schäden entstehen, taucht immer wieder die Frage auf: Wer haftet eigentlich dafür, wenn mir ein Ast auf den Kopf gefallen ist oder herabfallende Kastanien das Autodach beschädigt haben? Der Vorsitzende des Anwaltvereins Mönchengladbach e.V., Rechtsanwalt F. Manfred Koch, empfiehlt bei solchen Schäden den Gang zu einer Anwältin oder einem Anwalt: "Für den Geschädigten besteht der Vorteil darin, dass zunächst geprüft wird, ob eine Versicherung oder der Schadenverursacher persönlich aufkommen müssen und er auch Anspruch auf Ersatz der Anwaltskosten hat. Was regelmäßig der Fall ist", betont Koch.

Ganz gleich, ob im Herbst nun herabfallende Kastanien, Äste, Dachziegel oder sogar ein umstürzender Baum einen Schaden verursachen. Grundsätzlich ist es so, dass immer der so genannte Verkehrssicherungspflichtige dafür einzustehen hat. Koch: "Das bedeutet, derjenige auf dessen Grundstück ein Baum steht, muss dafür sorgen, dass herabfallende Äste niemanden verletzen können, auf öffentlichen Flächen ist die Gemeinde verantwortlich."

Allerdings gilt diese Verkehrssicherungspflicht nicht uneingeschränkt und absolut: Als Betroffener einer solchen Pflicht muss ich alle zumutbaren Maßnahmen ergreifen, um andere vor Schäden zu schützen. "Aber niemand kann zum Beispiel verlangen, dass ich vor meiner Haustür stündlich das Laub entferne, damit nur ja niemand ausrutscht", erläutert Koch die aktuelle Rechtssprechung. Zudem gebe es Fälle höherer Gewalt.

Jedoch ist der Verkehrssicherungspflichtige - egal ob privat oder öffentlich -verpflichtet, in einem festen Turnus den Gehweg zu reinigen. Generell gilt aber auch, dass die Gefahren, die von rutschigem Laub auf Gehwegen ausgehen, ausreichend bekannt sind. Jeder Fußgänger muss sich darauf einstellen. Es würde den Rahmen des wirtschaftlich Zumutbaren weit überspannen, wollte man vom Verkehrsicherungspflichtigen verlangen, er müsse das Laub sofort entfernen.

Bei toten Ästen sowie Verletzungen oder Beschädigungen eines Baumes gilt die Verpflichtung - je nach Standort - zum Beispiel in der Nähe einer Straße, regelmäßig eingehende Untersuchungen vorzunehmen. "Normalerweise reicht es, die Bäume regelmäßig auf Schäden zu kontrollieren. Erst bei Anzeichen für eine Gefährdung muss eingeschritten werden", erläutert der Vorsitzende des Anwaltvereins.

Bei im Herbst herab fallenden Kastanien oder Eicheln liegt die Sache anders. So hat ein Amtsgericht geurteilt, jedem sei bekannt, dass etwa Kastanienbäume im Herbst Früchte tragen, die Gegenstände beschädigen oder gar Menschen verletzen können. Das ist allgemeines Lebensrisiko, auf das sich jeder einstellen muss.

Bei herab fallenden Dachziegeln ist die Rechtslage relativ eindeutig. Wessen Fahrzeug etwa hierdurch beschädigt wird, bekommt in aller Regel den Schaden vom Hausbesitzer ersetzt. Denn dieser ist dafür verantwortlich, dass die Dachziegel ordentlich befestigt sind.

Koch: "Eine Ausnahme ist nur dann denkbar, wenn er sich auf höhere Gewalt berufen kann. Ein normaler Sturm mit Windstärke 10 oder 11 reicht hierfür nicht, da muss schon ein Orkan gewütet haben." Ein Indiz für fehlerhaft angebrachte Dachziegel kann sein, dass es bei einem heftigen Sturm an Nachbargebäuden keine Schäden gegeben hat. Bei normalen Stürmen spricht schon der Anscheinsbeweis dafür, dass Dachziegel fehlerhaft angebracht waren.

Bei starkem Wind kommt es oftmals zum Astbruch oder auch zum Umsturz ganzer Bäume mit erheblichen Schäden. Die Gemeinde muss für den Schaden haften und Schmerzensgeld zahlen, wenn ein durch sie beauftragter Baumkontrolleur hätte erkennen müssen, dass der Baum morsch ist. Das Straßenbauamt hat eine erhöhte Sorgfaltspflicht.

November 2010

 

Gewählt:
Michael Rost (56) jetzt Landesvorstandsmitglied
im Deutschen Anwaltverein NRW

Der Landesverband Nordrhein-Westfalen im Deutschen Anwalt Verein (DAV) wählte den Mönchengladbacher Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht Michael Rost in den Landesvorstand.

"Mit der Wahl von Michael Rost, stellvertretender Vorsitzender des Anwaltvereins in MG, haben wir für unseren Verein ein wichtiges Ziel erreicht", so F. Manfred Koch, Vorsitzender des hiesigen Gremiums über die erfolgreiche Nominierung seines Stellvertreters. "Rost konnte sich bereits im ersten Wahlgang gegen einen Mitbewerber durchsetzen, was für seine Arbeit im Landesverband eine wichtige Rolle spielen wird." Die Wahl in den Vorstand war eine Nachwahl wegen des Rücktritts einer Kollegin im Mutterschutz. Rost wird mit dem übrigen Gremium bis 2012 für die Arbeit im Landesverband verantwortlich sein. Sein Heimatverein geht davon aus, dass Rost dann erfolgreich wieder kandidieren wird.

Rost selbst ist über die gewonnene und aus seiner Sicht nicht einfache Wahl sehr zufrieden: "Ich freue mich über das gute Wahlergebnis und bin gespannt auf die neuen Aufgaben."

1953 in Koblenz geboren, absolvierte Rost sein Jurastudium an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Das Rechtsreferendariat erfolgte im Oberlandesgerichtsbezirk, Köln. Seine Zulassung zur Anwaltschaft erhielt Michael Rost 1985. Er ist an allen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten auftrittsberechtigt.

1996 trat der Jurist in die Kanzlei Korn, Voigtsberger & Partner GbR ein. Seit 1999 ist er Fachanwalt für Strafrecht. Ein weiterer Schwerpunkt seiner anwaltlichen Tätigkeit ist das Ausländerrecht. Als Strafverteidiger vertritt Michael Rost seine Mandanten in allen Bereichen des Strafverfahrens angefangen vom Ermittlungsverfahren, der Hauptverhandlung bis hin zum Rechtsmittelverfahren.

Er engagiert sich in der Arbeitsgemeinschaft für Strafrecht im Deutschen Anwaltverein e.V. Im Anwaltverein Mönchengladbach ist Michael Rost seit 1991 Vorstandsmitglied und seit 2003 stellvertretender Vorsitzender.

Juni 2010

 

Tor für Deutschland und Eigentor im Job –
Abmahnung und Kündigung im Fußballfieber

„Alle fiebern dem Ereignis entgegen”, ist sich der Vorsitzende des Anwaltvereins Mönchengladbach e.V., F. Manfred Koch, sicher. „Aber wie sehen die rechtlichen Konsequenzen für Arbeitnehmer zu Zeiten der Fußball-Weltmeisterschaft aus, wenn sie während der Arbeitszeit Fußball im Radio hören, am Bildschirm sehen oder im Internet recherchieren oder oder?” Der Fußball begeisterte Rechtsanwalt fordert Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu einer rechtzeitig vor den Spielen zu treffenden konkreten Vereinbarung auf.

Vor den Spielen eine klare Abmachung hilft atmosphärische Störungen im Team genauso aufzufangen, wie arbeitsrechtliche Konsequenzen bei Fehlzeiten oder auch Fehlverhalten bei nicht genehmigten Sonderfreizeiten oder fußballbedingten Pausen.
Sollte der Arbeitnehmer keine Urlaubszeiten in Afrika realisieren können, empfehlen die Rechtsanwälte aus der Region eine Abmachung mit dem Arbeitgeber: Spezielle, anrechenbare Urlaubstage sind die realistische und einfache Lösung, aber auch eine konkrete Vereinbarung für Freizeiten mit der Möglichkeit, diese nachzuarbeiten, können je nach Tätigkeit und Betrieb eine für beide Seiten akzeptable Lösung darstellen. Aber Vorsicht auch hier – so Koch – mehr als zehn Stunden Arbeitszeit darf der Unternehmer pro Tag nicht genehmigen. Das heißt auch nachzuholende Freizeit muss mit dem Betrieb bezüglich der Arbeitszeiten konkret geregelt werden.

Im Idealfall erklärt die Geschäftsleitung Zeiten mit besonders herausragenden Spielen der deutschen Mannschaft zu einem firmeninternen Event, zu dem anstelle von Sommerfest oder Weihnachtsessen gezielt eingeladen wird.

Einen Rechtsanspruch auf bezahlte Freizeit oder Urlaubstage zusätzlich zum vereinbarten regulären Jahresurlaub hat kein Arbeitnehmer. Wenn der Arbeitgeber auch zu hochinteressanten Begegnungen keine Freizeit, keinen Urlaubstag gewährt, muss der Arbeitnehmer seine Tätigkeit regulär ausführen. Eindeutig ist für diese dann auch die letztendlich schon generell geltende Rechtssituation, dass im Betrieb ohne besondere und ausdrückliche Genehmigung der Unternehmensleitung weder via Handy oder TV oder oder… Fußball gesehen oder angehört werden darf.
Vorsicht ist auch bei genehmigten Fußballübertragungen der Genuss von Alkoholika.
Wenn im Unternehmen ein Alkoholverbot besteht, kann dies nur ausdrücklich und schriftlich von der Unternehmensleitung für einen konkreten Zeitraum aufgehoben werden.

Juni 2010

 

Dienstleistung der Rechtsanwälte für die Bürger erweitert

Zur diesjährigen Mitgliederversammlung des Anwaltvereins Mönchengladbach hatte das Unternehmen Carl Pohle, Stahlhandel, in seine Betriebsräume nach Rheydt eingeladen. Gastgeber Heinz Schmidt, zugleich Präsident der Industrie- und Handelskammer, zeigte sich begeistert von der Chance, nicht nur den Rechtsanwälten eines seiner Unternehmen vorzustellen, sondern auch mit den Juristen über die Situation in der Stadt und seine persönlichen Vorstellungen zu diskutieren. Schmidt rief die Rechtsanwälte zu mehr Engagement und Optimismus auf.

In Vertretung für den erkrankten Vorsitzenden F. Manfred Koch, leitete Michael Rost als stellvertretender Vorsitzender des Anwaltvereins, die Mitgliederversammlung. Nicht zuletzt durch den Appell des IHK-Präsidenten konnte Rost eine wichtige Entscheidung der Rechtsanwälte aus Erkelenz, Grevenbroich, Mönchengladbach, Rheydt, und Viersen auf der Mitgliederversammlung herbeiführen: Der Anwaltverein beschloss, das Angebot für die Bürger entscheidend zu erweitern. Es ist geplant, eine vorgerichtliche Mediation anzubieten. Mediation ist eine Form zur außergerichtlichen, von den Beteiligten selbst erarbeiteten, einvernehmlichen Lösung von Konflikten mit Hilfe eines unparteiischen Mediators (Vermittlers) ohne Entscheidungsbefugnis. Michael Rost erklärt: „Mediation ist überall dort sinnvoll, wo ein gemeinsames Leben, Handeln, Arbeiten usw. der Beteiligten auch nach einer Auseinandersetzung fortgesetzt werden soll oder muss (beispielsweise unter Nachbarn, Parteien eines Miet- oder Arbeitsverhältnisses…). Der Anwaltverein wird sich mit diesem Projekt Anfang des neuen Jahres konkret in Einzelheiten der Bevölkerung vorstellen. - Dezember 2009

Hintergrund
Seit seinen ersten Tagen im Jahre 1906 beschäftigt sich der Anwaltverein Mönchengladbach mit der Vielfältigkeit des Anwaltsberufs. Das breite Themenspektrum reicht heute von streng juristischen Sachverhalten und wirtschaftlichen Grundlagen über juristische Fortbildungen und berufsethische Diskussionen bis hin zu Reformbestrebungen und gesellschaftlichem Engagement. Ergänzend zur beruflichen Interessenvertretung pflegt der Anwaltverein Mönchengladbach die Zusammenarbeit zwischen Rechtsanwaltschaft, Justiz und Behörden. Mit Blick nach außen, geht es den Mitgliedern darum, im Zentrum der Gesellschaft an einer sachbezogenen Diskussionskultur mitzuwirken, um Gegenwart und Zukunft aktiv mit zu gestalten.

Heute vereint der Anwaltverein Mönchengladbach rund 380 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in den Bezirken der Amtsgerichte Erkelenz, Grevenbroich, Mönchengladbach, Rheydt und Viersen.
Im Jahr 2006 feierte der Anwaltverein Mönchengladbach sein 100-jähriges Bestehen.

 

Verkehrsunfallopfer verzichten oft auf Ansprüche
schadenfix.de – neue Internetplattform für Unfallgeschädigte hilft

Im Stadtgebiet Mönchengladbach ereignen sich jährlich rund 8.000 Verkehrsunfälle. Schnelle und unkomplizierte Hilfe zur vollständigen Schadensregulierung für die Unfallopfer bietet „schadenfix.de“, der neue Unfallservice der Verkehrsrechtsanwälte des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Die benutzerfreundliche Internetplattform ermöglicht unfallgeschädigten Autofahrern die Schadensmeldung online und einen umgehenden Kontakt mit einem Verkehrsrechtsanwalt zur Sicherung der eigenen Interessen. Der Geschädigte profitiert von einer raschen, einfachen und kompetenten Schadensabwicklung – sämtliche Schadensersatzansprüche werden erfolgreich geltend gemacht.

F. Manfred Koch, Vorsitzender des Anwaltvereins Mönchengladbach, lobt diesen neuen Service als besonders bürgerfreundlich: „Die Nutzung von „schadenfix.de“ ist einfach: Der Geschädigte füllt die Online-Schadensmeldung aus und mailt sie dem Anwalt, den er sich aus rund 3.000 verzeichneten Verkehrsrechtsanwälten aussucht.“
Das Verfahren ist also anwenderfreundlich. Nach Eingang der Meldung kontaktiert der gewählte Anwalt das Unfallopfer und reguliert in dessen Auftrag den Schaden.

Die Internetplattform leistet außerdem Aufklärungsarbeit, da viele Geschädigte ihre Ansprüche gar nicht kennen. Sie verzichten auf einen Anwalt und somit auf weitere Forderungen, die ihnen zustehen würden. Stattdessen erkundigen sie sich bei dem Versicherer des Schädigers nach der Höhe des Schadens und reagieren zu schnell auf ein unterbreitetes Angebot der Gegenseite. Die Versicherer suggerieren den Unfallopfern mit dieser direkten Offerte Partnerschaft, wahren aber in aller Regel nur die eigenen finanziellen Interessen. Koch erläutert: „So werden 90% der jährlich rund 3,5 Millionen Haftungsfälle in Deutschland im direkten Kontakt zwischen gegnerischem Versicherer und Unfallopfer reguliert.“

Der Jurist betont: „Das wäre so, als würde ein Fußballtrainer den Coach der gegnerischen Mannschaft nach seiner Taktik fragen“ und ergänzt „eine ehrliche Antwort wäre für die eigene Arbeit kontraproduktiv.“ So wollen die Versicherungen die Schadensquote gering halten und regulieren Ansprüche nur teilweise oder gar nicht. „Beauftragen Unfallopfer allerdings einen qualifizierten Verkehrsanwalt mit der Schadensregulierung, erzielen sie beim Schadensersatz in der Regel mehr“, so Koch. Dass sogar die Anwaltskosten vollständig vom Unfallgegner bezahlt werden müssen, wenn dieser allein für den Schaden verantwortlich ist, sei vielen Autofahrern gleichfalls unbekannt.

Nicht nur Geschädigte profitieren von „schadenfix.de“. Auch Werkstätten, Mietwagenunternehmen und Kfz-Sachverständigen wird der Weg zu einem Anwalt erleichtert. Die Internetplattform der Verkehrsanwälte verbessert die Zusammenarbeit unter allen Beteiligten, so dass das Unfallopfer schneller an sein Geld kommt. - Oktober 2009

 

Erneute Berufung:
Mönchengladbacher Rechtsanwalt prüft weiterhin
europäische Rechtsanwälte zur Berufsausübung in Deutschland

Das Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen berief den Mönchengladbacher Rechtsanwalt F. Manfred Koch erneut für weitere vier Jahre bis einschließlich Dezember 2014 zum Prüfer in die Kommission für die Eignungsprüfung zur Zulassung für die Rechtsanwaltschaft. Durch die Eignungsprüfung können ausländische Rechtsanwälte aus allen Mitgliedsstaaten der EU die Qualifikation zur Führung des deutschen Titels
„Rechtsanwalt“ erlangen.

Koch setzt mit dieser erneuten Berufung sein bereits mehr als zehnjähriges Engagement für ausländische Juristen als Mitglied der Gemeinsamen Prüfungskommission der Länder Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen zur Abnahme der Eignungsprüfung für die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft in Deutschland für weitere vier Jahre fort.

Der Mönchengladbacher ist außerdem seit 2001 Vorsitzender Richter des Anwaltsgerichts Düsseldorf, dem er als Richter schon seit 1991 angehört. Das Anwaltsgericht, eine Institution der Rechtsanwaltskammer befasst sich mit Verstößen
gegen das anwaltliche Berufsrecht. Es verhängt Strafen bis hin zum Berufsverbot.
Koch ist zudem seit 18 Jahren ehrenamtlich Vorsitzender des Anwaltvereins Mönchengladbach.

F. Manfred Koch ist seit 33 Jahren Sozius in der Mönchengladbacher Rechtsanwalts-kanzlei MBK Dr. Müller • Dr. Boms • Koch. Nach dem Jurastudium praktizierte der 62-Jährige zunächst ein Jahr lang als Anwalt in Düsseldorf, bevor er 1976 in die renommierte Mönchengladbacher Anwaltskanzlei von Dr. Hermann Müller und Dr. Hans Jörg Boms eintrat. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehören die Bereiche Vertrags- recht, Handels- und Gesellschaftsrecht sowie privates Baurecht. - August 2009

 

Rechtsanwälte machten in Kunst und PR für MG

Die Idee selbst kam auch von einem Juristen. Der Präsident des Landgerichts Mönchengladbach, Dr. Bernd Scheiff, brachte am Donnerstag, 28.05.09, seine alten Kontakte, Rechtsanwälte aus Aachen, seinem letzten Wirkungskreis, mit den Rechtsanwälten aus Mönchengladbach zusammen. Aufhänger war die aktuelle Ausstellung „End“ von Gregor Schneider im Museum Abteiberg.

Sowohl die Aachener als auch die Mönchengladbacher Juristen zeigten sich beeindruckt. Das „schwarze Loch“ nicht nur beschrieben zu sehen, sondern auf sich konkret wirken zu lassen, war für viele nicht nur neu, sondern auch ein Erlebnis der besonderen Art. Die Aachener zeigten sich zudem begeistert von der Architektur des Museums.

In Susanne Titz, Direktorin des Museums am Abteiberg, trafen die Aachener eine alte Bekannte. Vor der Übernahme des Museums Abteiberg 2004 war Titz künstlerische Leiterin des Neuen Aachener Kunstvereins (NAK). So präsentierten Titz und Scheiff besonders stolz Mönchengladbachs international anerkanntes Aushängeschild. „So freuen wir Gladbacher uns, dass wir den sicherlich kunstverwöhnten Aachenern zum einen unser außergewöhnliches Museum und vor allem das „schwarze Loch“ von Gregor Schneider näher bringen konnten“, so der Vorsitzende des Anwaltvereins Mönchengladbach F. Manfred Koch.

Das Resümee beider Anwaltvereine war durchweg positiv und lässt auf weitere Besuche hoffen. Nicht nur aus Aachen in Mönchengladbach sondern auch als Einladung der Aachener in ihre Stadt an die Mönchengladbacher Rechtsanwälte. - Mai 2009

 

„Anwaltschaft und Berufsrecht“
Festschrift für Dr. Wolfgang Hartung

Ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art erhielt jetzt der Mönchengladbacher Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Hartung anlässlich eines runden Geburtstags.
Im Rahmen einer akademischen Feierstunde im Neuen Senatssaal der Universität zu Köln überreichten Prof. Dr. Martin Henssler und Prof. Dr. Hanns Prütting eine dem Jubilar gewidmete Festschrift mit dem Titel „Anwaltschaft und Berufsrecht“. Die von Volker Römermann herausgegebene Publikation ist mehr als 200 Seiten stark und im C.H. Beck Verlag erschienen. „Die Veröffentlichung ist eine große Ehre und freut mich sehr“, so der Jubilar voller Stolz. F. Manfred Koch, Vorsitzender des Anwaltvereins Mönchengladbach: „Dies ist auch für den Anwaltverein Mönchengladbach eine besondere Freude, denn eine Festschrift wird nur in Ausnahmefällen Rechtsanwälten gewidmet.“

Neben seiner Tätigkeit als Anwalt war Hartung viele Jahre Mitglied im Vorstand des Anwaltvereins Mönchengladbach, der ihn 2005 zum Ehrenmitglied ernannte. Von 1973 bis 2000 gehörte er dem Vorstand der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf an, davon ab 1990 zehn Jahre in der Funktion des Vizepräsidenten.
Darüber hinaus war er von 1991-1999 Mitglied im Landesjustizprüfungsausschuss Nordrhein-Westfalen (LJPA-NW), sowie von 1995-2003 Mitglied der ersten und zweiten Satzungsversammlung.

Zudem veröffentlichte er als Autor und Herausgeber mehrere hundert juristische Publikationen unterschiedlichster Couleur. So ist er unter anderem Co-Autor des führenden Kommentars zur Bundesrechtsanwaltsordnung des Beck’schen Handbuches für Rechtsanwälte sowie Mitherausgeber des Standardkommentars zur anwaltlichen Berufs- und Fachanwaltsordnung.

Im Februar 2000 erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. „Dies ist ein Augenblick an den ich mich auch immer wieder gerne erinnere“, freute sich Hartung.

Hartung ist Seniorpartner in der Sozietät Rechtsanwälte Gerats, Hartung & Partner GbR, in die er 1965 eingetreten ist. Seine Fachgebiete sind unter anderem Familien- und Unterhaltsrecht. Seit 1997 ist er Fachanwalt für Familienrecht. Nach dem Abitur und einer abgeschlossenen kaufmännischen Ausbildung, studierte er Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln. 1962 veröffentlichte er seine Dissertation mit dem Titel „Verfügungsbeschränkung bei ehelichem Hausrat“.

Die Kanzlei, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Rechtsanwalt Felix Pomp gegründet wurde, besteht heute neben Dr. Wolfgang Hartung aus seinen beiden Söhnen: Rechtsanwalt Dr. Klaus Joachim Hartung und Rechtsanwalt Dr. Gerrit W. Hartung. Die Rechtsanwältin Antje Endell komplettiert das vierköpfige Team der Sozietät.

Dr. Wolfgang Hartung sieht keinen Grund, die Hände in den Schoß zu legen: „Aufhören kommt für mich noch lange nicht in Frage.“

Hintergrund
Seit seinen ersten Tagen im Jahre 1906 beschäftigt sich der Anwaltverein Mönchengladbach mit der Frage der Vielfältigkeit des Anwaltsberufs. Das breite Themenspektrum reicht heute von streng juristischen Sachverhalten und wirtschaftlichen Grundlagen über juristische Fortbildungen und berufsethische Diskussionen bis hin zu Reformbestrebungen und gesellschaftlichem Engagement. Ergänzend zur beruflichen Interessenvertretung pflegt der Anwaltverein Mönchengladbach die Zusammenarbeit zwischen Rechtsanwaltschaft, Justiz und Behörden. Mit Blick nach außen, geht es den Mitgliedern darum, im Zentrum der Gesellschaft an einer sachbezogenen Diskussionskultur mitzuwirken, um Gegenwart und Zukunft aktiv mitzugestalten.
Heute vereint der Anwaltverein Mönchengladbach 380 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in den Bezirken der Amtsgerichte Erkelenz, Grevenbroich, Mönchengladbach, Rheydt und Viersen.
Im Jahr 2006 feierte der Anwaltverein Mönchengladbach sein 100-jähriges Jubiläum. - November 2008

 

Wichtige Information für Leasingnehmer:
Keine Mehrwertsteuer bei Abschlusszahlung von Leasingverträgen

Beim Abschluss eines PKW-Leasingvertrages kann es für den Leasingnehmer teuer werden, wenn er die vereinbarte Kilometerzahl überschreitet oder der Wagen Schäden aufweist. Die gute Nachricht: Es kommen keine zusätzlichen Kosten durch die Mehrwertsteuer hinzu. Das Landgericht München entschied jetzt, dass bei Abschlusszahlungen von Leasingverträgen keine Mehrwertsteuer zu zahlen ist.

In diesem Fall hatte das Unternehmen dem Leasingnehmer festgestellte Mängel abschließend zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt. Da dieser die Mehrwertsteuer nicht zahlte, verklagte ihn das Leasingunternehmen. In erster Instanz hatte es Erfolg. Das Landgericht stellte jedoch in der zweiten Instanz fest, dass der Beklagte keine Mehrwertsteuer zu zahlen hat. Begründung: Es hat kein Leistungsaustausch mehr stattgefunden, somit ist auch keine Mehrwertsteuer zu zahlen.

„Dieser Fall zeigt, dass es sich sehr wohl lohnen kann, ein Urteil nicht einfach hinzunehmen, sondern von der nächsten Instanz noch einmal prüfen zu lassen“, so Rechtsanwalt
F. Manfred Koch, Vorsitzender des Anwaltvereins Mönchengladbach e.V. (AVM). „Wichtig ist, sich in solchen Fragen von einem fachkundigen Rechtsanwalt über mögliche Chancen und Risiken beraten zu lassen.“ Der Anwaltverein Mönchengladbach hilft Bürgern dabei, den „richtigen“ Anwalt für ihren Fall zu finden. Die Geschäftsstelle des AVM steht den Bürgern montags bis freitags von 9:00 bis 12:00 Uhr unter der Nummer 02161/177929 für ihre Fragen zur Verfügung.

Hintergrund
Seit seinen ersten Tagen im Jahre 1906 beschäftigt sich der Anwaltverein Mönchengladbach mit der Frage der Vielfältigkeit des Anwaltsberufs. Das breite Themenspektrum reicht heute von streng juristischen Sachverhalten und wirtschaftlichen Grundlagen über juristische Fortbildungen und berufsethische Diskussionen bis hin zu Reformbestrebungen und gesellschaftlichem Engagement. Ergänzend zur beruflichen Interessenvertretung pflegt der Anwaltverein Mönchengladbach die Zusammenarbeit zwischen Rechtsanwaltschaft, Justiz und Behörden. Mit Blick nach außen, geht es den Mitgliedern darum, im Zentrum der Gesellschaft an einer sachbezogenen Diskussionskultur mitzuwirken, um Gegenwart und Zukunft aktiv mitzugestalten.
Heute vereint der Anwaltverein Mönchengladbach 380 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in den Bezirken der Amtsgerichte Erkelenz, Grevenbroich, Mönchengladbach, Rheydt und Viersen.
Im Jahr 2006 feierte der Anwaltverein Mönchengladbach sein 100-jähriges Jubiläum. - Oktober 2008

 

Notar Günter Krauß gewinnt das achte Mönchengladbacher Golfturnier für Juristen

Seit 2000 ist das „Juristen-Golfturnier“ des Anwaltvereins Mönchengladbach (AVM) im August eine feste Größe für golfbegeisterte Juristen der Stadt. Am 15. August folgte eine Vielzahl von Rechtsanwälten, Notaren und Justizangehörigen der Einladung des AVM auf den Golfplatz „Hubbelrath“ in Düsseldorf.

Der Mönchengladbacher Notar Günter Krauß gewann das Turnier. Der zweite Platz ging an Rechtsanwalt Hans-Jürgen Klaps, als Drittplatzierte konnte sich Rechtsanwältin Vera Backes behaupten. Überraschung des Tages war der vierte Platz des Direktors des Mönchengladbacher Amtsgerichts, Richter Michael Schönauer – er begann erst vor wenigen Monaten mit dem Golfsport.

Der Vorsitzende des Anwaltvereins Mönchengladbach e.V., Rechtsanwalt F. Manfred Koch, der selbst am Turnier teilnahm, freut sich über die gelungene Veranstaltung: „Strahlendes Wetter und strahlende Sieger – mehr kann man sich als Organisator nicht wünschen.“ Die Juristen ließen den spannenden Tag bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. Im nächsten Jahr sind sie im Golfclub Wildenrath in Wegberg zu Gast. - August 2008

 

Anwaltverein übernimmt Patenschaft für „Stolperstein“

Der Anwaltverein Mönchengladbach übernimmt im Rahmen des Projekts „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig die Patenschaft für einen Stolperstein. Mit seinem Projekt will Demnig an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern: Vor dem letzten selbst gewählten Wohnort der Opfer fügt der Künstler eine Gedenktafel aus Messing in den Bürgersteig ein.

Am kommenden Freitag, 25. Januar, verlegt Demnig Stolpersteine in Mönchengladbach. Der Anwaltverein übernimmt dabei die Stein-Patenschaft für Hugo Cohnen. Der 1877 geborene Cohnen wurde wie seine Ehefrau Clara 1941 deportiert und in Lodz ermordet. Vor seinem letzten Wohnort auf der Hohenzollernstraße 156 gegenüber dem Landgericht wird der Künstler insgesamt vier Stolpersteine für Hugo und Klara Cohnen sowie für Opfer einer weiteren Familie verlegen.

„Gerne leisten wir mit unserer Patenschaft einen Beitrag zum Projekt ‚Stolpersteine’: Die Steine setzen Zeichen und tragen dazu bei, dass die zahllosen Opfer des Nationalsozialismus nicht namenlos bleiben“, so der Vorsitzende des Anwaltvereins Mönchengladbach F. Manfred Koch.
Januar 2008

 

Rechtsanwälte wählten neuen Vorstand
Alter/Neuer Vorsitzender: Rechtsanwalt F. Manfred Koch

Rund 80 Mitglieder des Anwaltvereins Mönchengladbach trafen sich vergangenen Mittwoch zu ihrer turnusgemäßen Mitgliederversammlung auf Einladung der Michael Kirsch GmbH und Co. KG bei BMW auf der Krefelder Straße.

Wichtigster Tagesordnungspunkt für die Mitglieder war die Neuwahl des Vorstandes. Es standen alle Vorstandsmitglieder wieder zur Wahl bis auf den Schriftführer Dr. Paul Velder (69), der nicht mehr kandidierte. Einstimmig wählten die Mitglieder den langjährigen Vorsitzenden Rechtsanwalt F. Manfred Koch wieder zu ihrem Vorsitzenden. Der 60-jährige Jurist steht seit sechzehn Jahren an der Spitze des Anwaltvereins. Koch ist seit rund 30 Jahren Sozius in der Mönchengladbacher Anwaltskanzlei DR. MÜLLER • DR. BOMS • KOCH. Seit sechzehn Jahren fungiert er zudem als ehrenamtlicher Richter beim Anwaltsgericht Düsseldorf und davon seit sechs Jahren als Vorsitzender dieses Gerichts.

Die Mitgliederversammlung bestätigte den stellvertretenden Vorsitzenden Michael Rost (54) und den Kassierer Volker Quinkert (48) in ihren Ämtern. Der bisherige Beisitzer
Michael Klein (47) übernahm nach einstimmigem Votum das Amt des langjährigen Schriftführers Dr. Paul Velder aus Grevenbroich. Beisitzer sind weiterhin die Rechtsanwältinnen Hildegard Gotzen (59) und Brigitte Nagel (47), neu hinzugekommen als Beisitzerin ist Rechtsanwältin Doris Leines aus Grevenbroich.

Der Anwaltverein Mönchengladbach will vor allem Ansprechpartner der Bürger sein und helfen, für jedes Problem den richtigen Anwalt zu finden. Als Kontaktadresse dient die Geschäftsstelle im Landgericht (Hohenzollernstr. 157, Telefon 02161/177929, Fax 02161/177928). „Anwälte wollen vor allem beraten und einvernehmliche Lösungen finden anstatt Prozesse zu führen“, macht F. Manfred Koch deutlich. Der rechtzeitige Weg zum Rechtsanwalt helfe, gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden: „Richtig wäre zum Beispiel den Inhalt eines Vertrags vorher mit dem Anwalt zu besprechen, anstatt nachher kostenaufwändige Prozesse über unklar formulierte Vereinbarungen führen zu müssen.“ - November 2007

 

Vorsitzender des Anwaltvereins vollendete am
3. Januar sein 60. Lebensjahr


Der Mönchengladbacher Jurist F. Manfred Koch, Rechtsanwalt in der Kanzlei
Dr. Müller • Dr. Boms • Koch, ist seit mehr als 15 Jahren Vorsitzender des Anwaltvereins Mönchengladbach. Der Verein kann Dank seines Engagements auf eine erfolgreiche Zeit für die im Anwaltverein organisierten Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen zurückblicken. Koch schaffte es, eine Geschäftsstelle im Landgericht mit einer Geschäftsstellenleiterin zu etablieren und schuf damit einen konkreten Service für hilfesuchende Mitglieder ebenso wie für die Bürger der Stadt. Der Internetauftritt des Anwaltvereins unter www.anwaltverein-mg.de geht ebenso auf seine Initiative zurück wie seine vielfältigen Ideen für das 100-jährige Jubiläum des Anwaltvereins im vergangenen Jahr. Koch – so ist sich der Vorstand sicher – versucht immer und überall für die Tätigkeit der Rechtsanwälte zu sprechen. Ihm ist es sehr wichtig, in der Öffentlichkeit vor allem die Unabhängigkeit der anwaltlichen Beratung im Vergleich zur neuerdings möglichen Rechtsberatung von Banken, Versicherungen und anderen Institutionen herauszustellen.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit und seinem Engagement für den Anwaltverein ist Koch nach Berufung des Landesjustizministers seit 1991 Mitglied des Anwaltgerichts Düsseldorf im Bezirk der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf, mehrere Jahre als stellvertretender Vorsitzender des Gerichts und seit mehr als fünf Jahren deren Vorsitzender Richter. Das Anwaltgericht befasst sich mit Verstößen gegen das anwaltliche Berufsrecht. Es verhängt Strafen bis zum Berufsverbot.

Der Mönchengladbacher Anwalt ist seit mehr als 25 Jahren Sozius in der Mönchengladbacher, Anwaltskanzlei DR. MÜLLER ∙ DR. BOMS ∙ KOCH. Nach dem Jurastudium praktizierte der 60-Jährige zunächst ein Jahr lang als Anwalt in Düsseldorf, ehe er 1976 in die renommierte Mönchengladbacher Anwaltskanzlei von Dr. Müller und Dr. Boms eintrat. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehören die Bereiche Vertragsrecht, Wettbewerbs- und Wirtschaftsrecht sowie Handels- und Gesellschaftsrecht.

Der England-Fan ist verheiratet und Vater zweier Töchter.



Presseinformation

RP vom 9. August 2007:

"Warmer Winter: NVV kürzt Abschläge" mehr... 465 KB


Presseinformation

Der Anwaltverein Mönchengladbach e. V. hat mit Bestürzung das tragische Schicksal der Familie P. aufgenommen. Auch wenn es für die Angehörigen kein Trost sein dürfte: Aus der Sicht des Anwaltvereins Mönchengladbach e. V. hat eine Verkettung schicksalhafter Umstände zu dem zutiefst bedauernswerten Ereignis geführt.

Der Anwaltverein Mönchengladbach fordert jedoch dazu auf, auch in diesem Fall trotz aller Emotionen Recht und Gesetz zu beachten und nicht voreilig eine einseitige Schuldzuweisung an den Richter vorzunehmen. Erst recht billigt der Anwaltverein Mönchengladbach e. V. nicht die einseitige Schuldzuweisung durch die Düsseldorfer Rechtsanwältin. Niemand hatte diese daran gehindert, ihrerseits z.B. per Handy Kontakt zur Polizei aufzunehmen. Wenn es indes zutrifft, dass bei der Polizei der Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter nicht im Computer registriert war, so hätte weder ein Handy-Anruf der Rechtsanwältin noch des Richters geholfen. Die Polizei hätte keinen Anlass gesehen einzugreifen.

Dem Richter hatte die Anwältin der Opfer, wie der Anwaltverein erfahren hat, vor dem Gerichtstermin ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach gezeigt, wonach das Ermittlungsverfahren gegen den mutmaßlichen Täter eingestellt sei, weil dieser sich im Ausland aufhalte. Weiter hieß es in diesem Schreiben, dass jedoch ein Haftbefehl vorliege. Daraufhin hat der Richter bei der StA Mönchengladbach angerufen und sich mit der entsprechend dem Aktenzeichen auf dem Schreiben der Staatsanwaltschaft zuständigen Abteilung in Verbindung gesetzt. Die betreffende Mitarbeiterin fand den Vorgang im Computer und erklärte dem Richter, sie werde das Weitere veranlassen.

Im übrigen sei angemerkt, dass das Vorliegen eines Haftbefehls in einer anderen Angelegenheit keinesfalls den Rückschluss zulässt, dass der Betreffende ein gegen eine andere Person gerichtete Gewalttat oder gar Mordtat begehen wird.

Vor diesem Hintergrund sieht der Anwaltverein Mönchengladbach e. V. keinerlei Veranlassung zu voreiligen Schuldzuweisungen an den Richter.


Jubiläumsjahr 2006: Anwaltverein zieht positive Bilanz

Rund 30 Bürgerveranstaltungen in Erkelenz, Grevenbroich, Mönchengladbach, Rheydt und Viersen, ein gemeinsamer „Tag der Offenen Tür” in 19 Kanzleien sowie die Aktion „Rechtsanwälte gehen auf die Straße”. „Die Mitglieder des Anwaltverein Mönchengladbach (AVM) haben sich im Jubiläumsjahr engagiert und viel bewegt”, so lautet das Resümee des AVM-Vorsitzenden F. Manfred Koch. „100 Jahre sind eine lange Zeit, aber noch lange kein Grund, sich auf Lorbeeren auszuruhen”, so Koch. Zielsetzung für das Jubiläumsjahr war es daher, den Berufsstand der Anwälte aktiv transparenter und zugänglicher zu machen. „Wir dürfen uns nicht hinter Gesetzesbüchern verstecken, sondern müssen den Bürgern aktiv verdeutlichen, dass nur Rechtsanwälte Garanten für eine qualifizierte und vor allem auch unabhängige Rechtsberatung sind”, ergänzt Rechtsanwalt Koch.

Mit Blick auf das nun endende Jubiläumsjahr ziehen die AVM-Mitglieder eine durchweg positive Bilanz. „Die Info-Abende mit Fachvorträgen zu wichtigen Rechtsthemen sind gut angenommen worden. Sie haben deutlich gezeigt, dass bei vielen rechtlichen Fragen ein großer Informationsbedarf herrscht”, so Koch.

Nicht nur die Info-Abende gaben den Bürgern die Gelegenheit, Rechtsanwälte in lockerer Atmosphäre kennen zu lernen. Um aktiv und offensiv auf die Menschen zuzugehen und sich öffentlich zu präsentieren, gingen Rechtsanwälte im August zum Erstaunen vieler Passanten auf die Straße. Auf dem Theatervorplatz in der Mönchengladbacher Innenstadt stellten sie sich den Fragen der Bürger. Sinn und Zweck dieser außergewöhnlichen Aktion war es auch, mehr über die Meinungen und Erwartungen der Menschen zu erfahren. Hierzu führten die mehr als 30 Mitglieder des AVM, die an der Aktion teilnahmen, eine Umfrage durch, die unter anderem Aufschluss darüber gab, wie sich die Bürger den „idealen” Anwalt vorstellen: Er sollte ehrlich beraten und von Klagen abraten, die keine Erfolgsaussicht haben. Er sollte auf Alternativen und Risiken hinweisen und zudem einen transparenten Kostenüberblick bieten. „Die Bürger wünschen sich eine persönliche Beratung in einer verständlichen Sprache, also kein ‚Fachchinesisch’ bzw. ’Justizdeutsch’”, resümiert Rechtsanwalt Koch.

Bei den befragten Bürgern fand die Aktion „Rechtsanwälte gehen auf die Straße” großen Zuspruch. „Viele waren der Ansicht, dass solche Aktionen dazu beitragen, die bestehende Distanz zwischen Anwaltschaft und Bürgern zu verringern”, ergänzt Koch.

Im November fand eine weitere zentrale Veranstaltung des Anwaltvereins statt: 19 Rechtsanwaltskanzleien in Erkelenz, Grevenbroich, Mönchengladbach, Rheydt und Viersen luden erstmalig zu einem „Tag der Offenen Tür” ein. Ihr Programm gestalteten die Kanzleien dabei individuell. Die Bürger hatten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und Rechtsanwälte im lockeren Gespräch persönlich kennen zu lernen. „Viele Menschen sind bei Rechtsproblemen unsicher, an wen sie sich wenden sollen. Veranstaltungen wie diese können helfen, den ‚Anwalt des Vertrauens’ zu finden”, betont der AVM-Vorsitzende.

Das wachsende Interesse an den Aktivitäten des Anwaltvereins zeigt auch die Internetstatistik 2006. Im Vergleich zum Vorjahr verdoppelten sich in einigen Monaten die virtuellen Besucherzahlen. Im Oktober verzeichnete die AVM-Homepage sogar mehr als 1.200 Klicks – im letzten Jahr waren es nur knapp über 400 gewesen.

Der anstehende Ausklang des Jubiläumsjahres bedeutet für die Mitglieder des Anwaltvereins nicht zugleich das Ende ihres öffentlichen Engagements: „Aufgrund der positiven Resonanz auf die Fachvorträge wird es auch in den kommenden Jahren Informationsabende unter der Flagge des Anwaltvereins geben”, versichert Rechtsanwalt Koch. Jetzt und auch in Zukunft wird sich der Anwaltverein Mönchengladbach weiterhin dafür einsetzen, dass Bürger zu ihrem Recht kommen, getreu dem Motto „Vertrauen ist gut. Anwalt ist besser!”


Leistung erbracht und dennoch kein Geld? Rechtsanwalt gab Tipps

Viele Unternehmen, insbesondere auch Mittelständler, beklagen häufig, dass sie zwar ihre Leistungen erbringen, dann aber ihr Geld nicht erhalten. Tipps zum effektiven Einzug von Forderungen gab Rechtsanwalt F. Manfred Koch am 7. Dezember in der „ideenwerkstatt nordpark“.

„Ein Forderungsausfall ist nie auszuschließen, doch gibt es Möglichkeiten, das Risiko zu minimieren“, so Rechtsanwalt Koch. „Man sollte bereits bei Vertrags-verhandlungen und bei Vertragsabschluss die Sicherung und damit Durchsetzbarkeit einer Forderung im Auge behalten. Das fängt mit der Frage an, wer genau Vertragspartner werden soll. Ein Hotel ‚Schwarze Seele’ kann nicht verklagt werden, man muss beispielsweise den Namen des Inhabers wissen.“

Der Rechtsanwalt informierte darüber, was bei der Abwicklung von Verträgen zu beachten ist. „Hier bieten sich vielfältige Möglichkeiten zur Sicherung der Ansprüche, die genutzt werden sollten. Schließlich sollten beim Einzug der Forderung die effektivsten Maßnahmen ergriffen werden“, so Koch.

Mit dem Vortrag von Rechtsanwalt Koch geht die Veranstaltungsreihe des AVM im Jubiläumsjahr 2006 zu Ende. Die Mitglieder des Anwaltvereins blicken auf ein erfolgreiches Jahr mit zahlreichen bürgernahen Fachveranstaltungen in Mönchengladbach, Rheydt, Viersen, Erkelenz und Grevenbroich zurück. In ungezwungener Atmosphäre konnten sich interessierte Bürger zu verschiedenen Rechtsgebieten informieren, Fragen stellen und Kontakte knüpfen. Aufgrund des großen Erfolges werden auch im kommenden Jahr Informationsveranstaltungen des AVM stattfinden.

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Vertrauen ist gut - Anwalt ist besser

Der Anwaltverein Mönchengladbach liegt mit seiner Initiative auf der Linie des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Erst vor wenigen Wochen verabschiedete dieser eine große Kampagne zur Information der Öffentlichkeit: "Vertrauen ist gut - Anwalt ist besser".
Jedermann - so der Vorsitzende - könne sich den Anwalt seines Vertrauens über den DAV oder über den hiesigen Anwaltverein selbst suchen oder nennen lassen.
Auch die Rechtsanwälte zugelassen an den Amtsgerichten des Landgerichts Mönchengladbach unterstützen diese gezielte Kampagne.


Private Insolvenz: hochaktuelles Thema mit großer Resonanz

Fast 30 Bürger informierten sich am 23. November auf Einladung des Anwaltvereins Mönchengladbach (AVM) in der Giesenkirchener Geschäftsstelle der Gladbacher Bank AG über die Verbraucherinsolvenz. Es referierten die Rechtsanwälte Volker Quinkert und Winfried Bongartz aus der Mönchengladbacher Anwaltskanzlei Hützen & Quinkert sowie Karin Fuhrmann-Dally von der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Mönchengladbach.

Fuhrmann-Dally erläuterte Verfahrensweisen und Abläufe zur Vorbereitung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens. Die Schuldnerberatung - so die Fachfrau - übernimmt für den jeweiligen Klienten einen außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuch. "Leider scheitert dieser in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle", so Fuhrmann-Dally. Danach erhält der Klient eine Bescheinigung über den erfolglosen Einigungsversuch. "Unsere Arbeit könnte wesentlich erleichtert und beschleunigt werden, wenn die Klienten ihre Gläubiger vollständig und geordnet erfassen würden", betonte Fuhrmann-Dally. Somit appellierte die Referentin an die Betroffenen, wenigstens alle Papiere, Dokumente und Belege entsprechend komplett vorzuhalten, weil dies die Beratungen mit allen Gläubigern effizienter gestalte und letztendlich auch wirkungsvoller sei.

Rechtsanwalt Quinkert gab einen Überblick über die Tätigkeit des gerichtlich bestellten Treuhänders in den einzelnen Verfahrensstadien. Die Teilnehmer interessierte hierbei besonders, welche Vermögenswerte im Einzelnen vom Insolvenzbeschlag erfasst werden und was ein Insolvenzschuldner während des Verfahrens beachten muss. Dies erläuterte Quinkert anhand von Beispielen aus der Rechtsprechung.

Über aktuelle Überlegungen des Gesetzgebers zur Vereinfachung des Restschuldbefreiungsverfahren klärte Rechtsanwalt Bongartz auf: Erst vor wenigen Tagen sei in einer Pressemitteilung ein geänderter Gesetzentwurf angekündigt worden, nachdem ein erster Gesetzgebungsplan des Justizministeriums auf erhebliche Widerstände gestoßen war. "Laut der Pressemitteilung wird der Entwurf im Wesentlichen vorsehen, dass das Verfahren vereinfacht wird. Zudem soll hiernach die jetzige Möglichkeit, die Verfahrenskosten in masselosen Verfahren zu stunden, durch ein System ersetzt werden, bei dem der Insolvenzschuldner selbst einen Grundbeitrag zu den Verfahrenskosten leisten muss. Im Gespräch ist momentan ein monatlicher Kostenbeitrag von 13 Euro."

Wichtig war den Referenten bei der Abhandlung dieses komplexen Themas die Botschaft, dass jeder Fall individuell zu bearbeiten sei. Schuldnerberatung und Rechtsanwälte stehen den hilfesuchenden Bürgern gerne zur Verfügung.



Rechtsanwalt informierte rund ums Thema „Zugewinn“

Rund 15 Bürger folgten am 6. November der Einladung des Anwaltvereins Mönchengladbach (AVM) in die Erkelenzer Leonards-Kapelle. Hier referierte Rechtsanwalt Dr. Michael Küsgens aus der Mönchengladbacher Anwaltssozietät Steinhauer • Wilden • Simon zum Thema „Zugewinn“.

In Deutschland wird fast jede zweite Ehe geschieden. Mit der Scheidung endet der Güterstand der Zugewinngemeinschaft, der automatisch gilt, sofern die Ehepartner keinen Ehevertrag schließen. Was dies konkret bedeutet, erläuterte Rechtsanwalt Dr. Küsgens in seinem Vortrag.

Der Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht gab einen Überblick über Güterstände und den Zugewinnausgleich. Er informierte darüber, wie der Zugewinnausgleich berechnet wird, inwiefern Erbschaften und Schenkungen berücksichtigt und wie Vorausempfänge berechnet werden.

Die Zuhörer nutzten die Gelegenheit zu Fragen. Diese betrafen insbesondere die Berechnung des Zugewinnausgleichs, die Berücksichtigung von Vermögenswerten und die Bewertung einzelner Vermögensgegenstände.

Dr. Küsgens beantwortete zudem Fragen zu weitergehenden familienrechtlichen Problemstellungen, insbesondere zum Unterhaltsrecht.

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Rechtliche Sicherheit für Mieter und Vermieter

Unter welchen Voraussetzungen kann der Vermieter eine Räumung veranlassen? Muss er einen Gerichtsvollzieher beauftragen? Welche Kündigungsfristen muss ein Mieter einhalten? Welche Fristen gelten bei der Erstellung einer Nebenkosten-abrechnung? Diese und andere aktuelle Fragen auf dem Gebiet der Wohn- und Geschäftsraummiete beantwortete Rechtsanwältin Claudia Stammler am 4. Oktober im Rahmen einer Infoveranstaltung des Anwaltvereins Mönchengladbach (AVM). Mehr als 20 Bürger waren der Einladung des AVM ins Haus Zoar gefolgt

Rechtsanwältin Stammler ging in Ihrem Vortrag auf einige wesentliche Entscheidungen ein, die der Bundesgerichtshof (BGH) in den letzten eineinhalb Jahren gefällt hat. „Viele der jüngsten Entscheidungen des BGH machen mit bisherigen Streitpunkten im Mietrecht Schluss und schaffen Klarheit“, so Stammler.

Schwerpunkte ihres Vortrages und der anschließenden lebhaften Diskussion waren die kritischen Punkte Schönheitsreparaturen, Kautionsrückforderungen, Nebenkostenabrechnungen, Kündigungsfristen, Mietnomaden und Räumungen.


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Großer Informationsbedarf
beim Thema „Anliegerpflichten“

Mehr als zwanzig Bürger konnten Rechtsanwalt F. Manfred Koch, Vorsitzender des Anwaltvereins Mönchengladbach (AVM), und Hans Willi Merckens, Geschäftsführer der GEM, am 13. September bei einer Informationsveranstaltung des Anwaltvereins begrüßen. Der AVM hatte in die Räumlichkeiten der GEM zu Vorträgen der Rechtsanwälte
Dr. Jan Hendrik Kempkes und Stefanie Mader aus der Mönchengladbacher Anwaltskanzlei Dr. Teufel zu den Themen Erschließungsbeitragsrecht und Anliegerpflichten eingeladen.

Die beiden Rechtsanwälte referierten über die zahlreichen Pflichten, die den einzelnen Anlieger heutzutage treffen. Sie informierten die Zuhörer darüber, wie sie Kosten- und Haftungsrisiken frühzeitig erkennen und begegnen können. Sie gaben einen Einblick über die Pflichten der Straßenreinigung und des Winterdienstes sowie über die hiermit verbundenen Haftungsrisiken insbesondere in der kalten Jahreszeit.

Nach ihrem Vortrag diskutierten Dr. Kempkes und Mader mit den Zuhörern Fragen nach Anliegerpflichten, wie beispielsweise in welchem Umfang Straßenreinigung und der Winterdienst auf den Gehwegen durchzuführen sind. In diesem Zusammenhang informierten die Referenten auch über die Möglichkeit der Übertragung dieser Pflichten auf Dritte. Geschäftsführer Merckens machte auf die Vorteile einer Übertragung der Straßenreinigungs- und Winterdienstpflichten auf die GEM aufmerksam.

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Großes Interesse am Energiepass
Fast 100 Interessierte informierten sich

Das Wasserwerk Helenabrunn war am 28. August bis an die Grenzen seiner Kapazitäten gefüllt. Der Anwaltverein Mönchengladbach (AVM) hatte anlässlich seines Jubiläums zu einem Fachvortrag über den geplanten Energiepass geladen. Rechtsanwalt Thomas Pliester aus der Mönchengladbacher Anwaltskanzlei Dr. Müller • Dr. Boms • Koch referierte über „Chancen und Risiken“, einem zurzeit hochaktuellen und kontrovers diskutierten Thema.

Der Energiepass ist das Resultat der EU-Richtlinie „Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden“ der Europäischen Union. Ziel der Richtlinie ist die Energieeinsparung. Zukünftig muss jeder, der ein Haus oder eine Wohnung vermietet, einen Energiepass vorlegen, der ausweist, wie viel Energie darin verbraucht wird.

In der Diskussion um den Energiepass stehen sich Wohnungswirtschaft, Hauseigentümer und Mieter sowie die sie vertretenden Verbände und Vertreter aus Politik und Handwerk gegenüber. „Die Veranstaltung zeigte deutlich, dass hier noch ein großer Informationsbedarf besteht“, kommentiert Pliester die Befindlichkeiten seiner Zuhörer. Fest stehe jedoch, dass der Energiepass komme. Vermieter und Mieter seien aber nach wie vor verunsichert. „Sie befürchten, dass ihr Eigentum durch sinkende Kaufpreise und schlechtere Vermietbarkeit an Wert verlieren könnte“, so der Referent.

Im Rahmen seines Vortrages stellte sich der Jurist, Fachanwalt für Verwaltungsrecht und Fachanwalt für Miet- und Wohneigentumsrecht, den unterschiedlichsten Fragen. Er präsentierte einen Überblick über die sich abzeichnende Rechtslage und informierte die interessierten Zuhörer darüber, welche Chancen und Risiken der Energiepass für sie beinhaltet.

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Jubiläumsschrift über 100 Jahre Geschichte
Erfahrung im Rücken mit einem Blick in die Zukunft

Anlässlich seines 100-jährigen Bestehens präsentiert der Anwaltverein Mönchengladbach eine Jubiläumsschrift. Sie lässt die vergangenen 100 Jahre Revue passieren. „Es gab gute und schlechte Jahre – die Historie des Anwaltvereins Mönchengladbach ist eng mit der deutschen Geschichte verbunden“, blickt der heutige Vorsitzende des Anwaltvereins Mönchengladbach
F. Manfred Koch zurück. Auch seine Amtszeit von fast 15 Jahren umfasst nur einen kleinen Teil der 100-jährigen Vereinschronik. Seit der Erstgründung des Anwaltvereins Mönchengladbach im Jahre 1906 ist der Berufsstand des Rechtsanwalts Wechselbädern der Akzeptanz und vielen Veränderungen unterworfen – sei es im Ansehen, hinsichtlich der Aufgabengebiete oder bezogen auf sein Umfeld.

Diese Veränderungen und Entwicklungen zeichnet Rechtsanwalt Dr. Hansgeorg Erckens sensibel in der von ihm geschriebenen Jubiläumsschrift nach. Er ist nicht nur der Verfasser des 70-seitigen Werkes, sondern auch sein Initiator. Er ist Seniorpartner der Mönchengladbacher Kanzlei Erckens und Horn. Der rüstige Mittsiebziger war lange Jahre stellvertretender Vorsitzender des Anwaltvereins Mönchengladbach, der ihm für sein Engagement im Jahre 2004 die Ehrenmitgliedschaft verlieh.

„Wir danken Dr. Erckens ganz herzlich für seine Beharrlichkeit und Motivation. Das Ergebnis seiner Recherchen ist beeindruckend“, kommentiert Anwaltskollege Koch die akribische Arbeit. „Das Werk schildert auf informative und unterhaltsame Weise, wie sich der Beruf des Anwalts in den vergangenen einhundert Jahren gewandelt und welche Entwicklungen und Veränderungen der Anwaltverein Mönchengladbach erfahren hat.“

Ab 1879 förderten die Reichjustizgesetze die Unabhängigkeit der Advokatur. Die Zeiten waren ruhig und die Anwälte genossen großes gesellschaftliches Ansehen. Die Liste der damaligen Vorstandsmitglieder verweist mit Busch, Huesgen, Lambertz, Kloeters, Odenkirchen, Axmacher, Voege und Kaiser auf die Namen alteingesessener Mönchengladbacher und Rheydter Familien.

Während des ersten Weltkriegs noch eine feste durch Unabhängigkeit geprägte Größe, veränderte sich die Anwaltschaft im Landgerichtsbezirk Mönchengladbach mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten. 1933 gab es in Gladbach-Rheydt rund 50 Anwälte: darunter sowohl Juden, aber auch Anhänger der NSDAP. Organisierte Berufsverbände wie der Anwaltverein waren den immer mächtiger werdenden Nazis zunehmend ein Dorn im Auge. Noch im selben Jahr konnte der Anwaltverein Mönchengladbach dem politischen Druck nicht mehr standhalten und löste sich vorübergehend auf.

Nach Kriegsende gab es im gesamten Landgerichtsbezirk nur noch wenige Anwälte. Bereits einige Monate nach der Besetzung durch die Engländer brachte eine Reihe von neu zugelassenen Anwälten frischen Wind in den nach wie vor angesehenen Berufsstand. Am 22.09.1945 erlebte der Anwaltverein Mönchengladbach einen zweiten Neuanfang. Bis 1948 stieg die Zahl der Anwälte im Landgerichtsbezirk auf etwa 70 Berufstätige. Heute vereint der Anwaltverein Mönchengladbach gut 360 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in den Bezirken der Amtsgerichte Erkelenz, Grevenbroich, Mönchengladbach, Rheydt und Viersen.

Die Jubiläumsschrift gliedert sich in zwei Teile: Im ersten Teil zeichnet Dr. Erckens die historische Entwicklung des Anwaltvereins und der Anwaltschaft im Landgerichtsbezirk Mönchengladbach nach, von der Gründung des Anwaltvereins im Jahre 1906 über die schwierigen Jahre während des Nationalsozialismus bis hin zur heutigen Zeit. Im zweiten, lexikalischen Teil der Jubiläumsschrift hat der Verfasser in alphabetischer Reihenfolge Stichworte aus dem anwaltlichen Bereich zusammengestellt. Hier findet der Leser Informationen zu diversen Themen: von A wie AdvoInfo bis Z wie Zankapfel.

Das Werk ist nicht nur für Mitglieder des Anwaltvereins interessant, sondern für alle, die sich für juristische und historische Sachverhalte interessieren. Die Jubiläumsschrift ist in der Geschäftstelle des Anwaltvereins Mönchengladbach, Hohenzollernstr. 157, für fünf Euro erhältlich.

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Großer Informationsbedarf beim Thema Eheverträge

Jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden. Immer mehr Paare entschließen sich deshalb vor oder auch während der Ehe zum Abschluss eines Ehevertrages. Neben diesen vorsorgenden Eheverträgen gibt es Trennungs- und Scheidungsvereinbarungen, die die Folgen einer Trennung regeln.

Dass in beiden Fällen ein großer Informationsbedarf herrscht, zeigte der gut besuchte Vortrag, den Rechtsanwalt Michael Klein am 16. August in der Familienbildungsstätte Rheydt hielt. Klein informierte die Zuhörer über die aktuelle Rechtsprechung, denn die Gerichte haben die Regelungsmöglichkeiten von Eheverträgen in den letzten Jahren neu definiert. Er betonte, dass man vor Abschluss eines Ehevertrages die Rechtsprechung genau beachten sollte, damit der Vertrag auch wirklich Sicherheit bieten könne.

Besonders groß war das Interesse der Zuhörer an Vereinbarungen im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung. Hier ergab sich eine muntere Diskussion, in der die Bürger auch von ihren eigenen Erfahrungen berichteten.




Angst vorm Anwalt?
Umfrage des Anwaltvereins jetzt ausgewertet

Am Wochenende gingen Mitglieder des Anwaltvereins Mönchengladbach auf die Straße, um sich den kritischen Fragen der Bürger zu stellen. Zugleich nahmen die Rechtsanwälte die Gelegenheit wahr, mehr über die Erwartungen und Bedürfnisse der Menschen zu erfahren. Sie führten eine Umfrage durch, deren Ergebnisse jetzt ausgewertet sind.

Die Umfrage ist zwar nicht repräsentativ, gibt aber dennoch Auskunft über die Erfahrungen und Meinungen der Bürger. Sie zeigt eine Tendenz auf, wie die Menschen zu Rechtsanwälten und zur Justiz generell stehen.
84 Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Umfrage teil. Der Großteil von ihnen
(72 Befragte) hat bereits einmal oder mehrfach einen Rechtsanwalt aufgesucht.
63 von ihnen waren schon einmal bei Gericht. Bei der Frage nach den Erfahrungen gaben 44 Bürger an, dass diese positiv gewesen seien. Positiv, weil sie einen guten Anwalt hatten und die Verfahren zu ihren Gunsten ausgegangen sind.
16 Bürger sprachen sowohl von guten als auch von schlechten Erfahrungen und 14 hatten negative, zumeist für sie „teure“ Erfahrungen zu beklagen. Neben hohen Kosten haben sich manche Bürger unzureichend beraten gefühlt. Einige äußerten zudem die Vermutung, dass bestimmte Berufsgruppen und Prominente vor Gericht bevorzugt behandelt würden.

Die Antworten auf die Frage, bei welchen Problemen sie einen Rechtsanwalt aufsuchen würden, waren vielfältig. „Spitzenreiter“ unter den genannten Rechtsgebieten sind Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Familienrecht, Verkehrsrecht und Arbeitsrecht.

Der am häufigsten genannte Grund bei der Frage, was von einer Beratung durch den Rechtsanwalt abhalten könne, war die Befürchtung vor zu hohen Kosten sowie mangelnde Transparenz bei der Kostenfrage. Einige Bürger gaben als möglichen Hinderungsgrund zudem die fehlende Gewissheit an, ob sie der Rechtsanwalt tatsächlich kompetent beraten kann. Die Angst vor endlosen „Streitereien“ vor Gericht, eine mangelnde Aussicht auf Erfolg und die Hoffnung auf eine gütliche Einigung waren weitere genannte Gründe. Ein Viertel der Befragten erklärte jedoch, es gebe für sie keine Gründe, von einer Rechtsberatung Abstand zu nehmen, wenn sie notwendig sei.

Von einer kompetenten Beratung erwarteten die Befragten in erster Linie eine realistische Beurteilung der Erfolgsaussichten. Der „ideale“ Rechtsanwalt sollte Weitsichtigkeit besitzen und von Klagen abraten, die keinen Zweck haben. Er sollte auf Alternativen und Risiken hinweisen und zudem einen transparenten Kostenüberblick bieten. Die Bürger wünschen sich eine persönliche Beratung in einer verständlichen Sprache, also kein „Fachchinesisch“ bzw. „Justizdeutsch“. Zudem erwarten sie Fairness, Ehrlichkeit, Freundlichkeit und Einsatz.

Bei der Suche nach dem „richtigen“ Anwalt würde sich ein Viertel der Befragten auf Empfehlungen von Verwandten oder Bekannten verlassen. Rund 20 Prozent würden in den Gelben Seiten oder im Telefonbuch nachschlagen. Auch das Internet und den Anwaltverein sehen viele Bürger als eine gute Möglichkeit an.

Auf die Frage, was die Justiz (Gerichte, Rechtsanwälte, Staatsanwaltschaft) besser machen könnte bemängelten rund 20 Prozent der Befragten die Trägheit der Justiz. Auch die Anzahl der Gesetze sahen viele als zu hoch an. Ein weiterer Kritikpunkt war die mangelnde Gerechtigkeit und das Missverhältnis zwischen Straftat und Urteil. Die Justiz sollte zudem den Eindruck entkräften, dass Recht zu bekommen teuer erkauft werden muss.

Einige der Befragten gaben an, die Rechtsanwälte könnten mehr für den Abbau von Hemmschwellen tun, die es offensichtlich auf Bürgerseite gibt. Entsprechend positiv waren